Musik, die Leben rettet (12)

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Hier die Guten, da die Schlechten.

np: Samsas Traum – Monster

“Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie? Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?”

Ideologien hindern das kritische Bewusstsein und Dogmen sind scheiße. Jede normative Meinung verdient es, vorurteilslos hinterfragt zu werden. Ich frage mich in dem Kontext dann immer, ob die ganzen Investmentbanker, Broker, Manager, Nahrungsmittelspekulanten, Finanzjongleure und ähnliche in Misskredit gebrachte Gestalten wirklich solche verdammten Arschlöcher sind, wie es zumeist den Anschein hat. Vermutlich nicht alle, das ist ja selten so einfach.

Aber es fällt mir zugegebenermaßen schon schwer, vorurteilslos zu bleiben. In jüngerer Vergangenheit gab es hier im schönen Berlin ja den Streit (zudem selbst David Hasselhoff erschien) um ein Stück der East Side Gallery, besprühter, längsterhaltener Teil der Berliner Mauer, von dem ein Stück abgerissen werden soll, um – na klar – ein Prestigehotel an die schöne Spree zu bauen. Ich erinnere mich noch daran, wie ich als Jungberliner 2007 noch am Strand der Spree auf Höhe der East Side Gallery ungehindert entlanglaufen und die Atmosphäre der Erinnerung genießen konnte – das ist mittlerweile nicht mehr möglich. Wie kann es sein, dass ausgerechnet Luxussuiten dort entstehen sollen, wo das Symbol der friedlichen Revolution des Volkes, Erinnerung an die Überwindung des Kalten Krieges steht? Ganz abgesehen davon, dass der frei nutzbare Stadtbereich für jedermann wieder weiter zusammenschrumpft und mehr Privatgelände für die, die es sich leisten können, entsteht. Ja ja wäh wäh, die Stadt braucht Geld, Tourismus und so weiter. Und auf dem Papier sieht das für mögliche Anleger auch attraktiv aus, ohne Frage.

Aber letzten Endes bleibt der Zweifel. Wer veranlasst, ein so wichtiges Stück Geschichte abzureißen, um Profit daraus zu schlagen – den kann ich nicht mehr verteidigen. Fickt euch.

 
Tipp für heute: Die Streitaxt aus Papas Geräteschuppen holen.

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weil’s einfach schön ist

Kennt vermutlich jeder, dennoch:

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Seitenwahl


(Nun…)

Müsst’ ich wählen zwischen dem, der dröhnt,
was er alles Tolles hat vollbracht,
oder dem, der, weniger verwöhnt,
nicht weiß, wo sein Schlafplatz ist heut’ Nacht,

(so…)
stimme ich für die Verrückten,
für die menschlich so Bedrückten,
die die Nöte and’rer noch berühren,
denen Risse durch die Herzen führen,
die die nicht nur bei sich selber bleiben
und an ander’n Interesse zeigen.

(Denn…)
Was soll’s, wenn seit Geburt dir Sonne schien.
Dein Geld, dein Ruhm, dein Lebenslauf
ist gut für dich, das war es auch.
Respekt jedoch ist nicht so leicht verdient.

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Ohne Biertrinken ist Zunehmen viel schwieriger

np: Feine Sahne Fischfilet – Komplett im Arsch

Manchmal muss man’s Leben einfach betrachten, wie es ist. Trinke ich kein Bier, bin ich morgens fitter. Melde ich mich heute beim Hausschlosser, so stehe ich in vier Tagen wahrscheinlich nicht fluchend und ausgesperrt vor meiner Wohnung. Gebe ich mir jetzt Mühe, brauche ich nachher nicht vergeudeten Momenten nachweinen. Warum machen’s die Menschen sich eigentlich immer so schwer? Vollkommen unnötig.

Und zur weiteren Motivation an alle Prokrastinanten dichte ich euch noch schnell ein paar Zeilen, damit ihr die oben erwähnte Einfachheit auch leben könnt:

Schlägt der Mann dich,
ja, drückt der Schuh,
mannigfaltig
ist, was du tust.

Gehst zu ihm und
du haust ihn tot,
weg ist der Grund,
der Unglück bot.

Keiner misst ihn,
zerteilt wird er,
Armer frisst ihn,
niemand stört mehr.

TADAA!

Und jetzt ran an die Buletten.

 
Tipp für heute: Gedichte to go schreiben.

 

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