Die Entscheidung deines Lebens

Lied des Moments: Audioslave – Show me how to live

Aus aktuellem Anlass – nachdem wieder ein für uns alle besonderer Tag am 13. Oktober zu Ende ging – beschäftigt man sich ja gern so allgemein mit den Weisheiten des Lebens. So unter anderem auch mit den wichtigen Fragen, welche Entscheidung man nun als nächstes fällt. Der junge Mensch kämpft sich von Erfolg zu Erfolg und sieht sich wiederholt – nach jeder Errungenschaft – wieder mit derselben Frage konfrontiert: Wattn nu?

Unterwerfe ich mich dem kapitalistischen Schweinesystem (© Pondo) oder meinen Träumen und Wünschen und Illusionen und Neurosen und der allgemeinen Weisheit in Dosen?
“Man muss dafür brennen. Alles andere hat sowieso keinen Sinn.” Sagte mir kürzlich endlich jemand. Was für ein weiser Satz eigentlich. So ganz ohne Hintergedanken und klar. Man muss dafür brennen.

Doch was ist, wenn Feuer letztlich dazu führt, dass sich man in einem lauschigen Plätzchen unter einer Brücke wiederfindet, mit einem siebenfach gebrochenem Rückrat und sich von Schuhsohlen ernährt? Natürlich kann es nur die beiden Extreme geben: Die Wahl zwischen dem gewissenslosen, menschenverzehrenden Reichtum und der Aufopferung des eigenen Wohlstands. Was sollte auch möglicherweise dazwischen sein.

Steve Jobs, viel gelobt, viel kritisiert, vor allen Dingen sehr erfolgreich, hatte eine ähnliche Vision dieses Feuers: “You’ve got to love what you do. And that is as true for work as it is for lovers.” Wieder so ein Satz. So einfach ist das also.

Man mag zu Jobs stehen wie man will – ich persönlich halte meine Meinung über die Relevanz des Obstes in der digitalen Welt an dieser Stelle zurück – aber der Mann hatte eine Vision und hat alles auf eine Karte gesetzt, um sie zu erreichen. Und dafür kann man jemanden bewundern. Es erfordert einiges an Mut sein Studium zu schmeißen, um dann in einer Garage zu arbeiten. Dazu gehört es auch eine Vision zu haben – und sie nicht als Schwachsinn abzutun nur, weil sie abenteuerlich scheinen mag. Dazu gehört, dass man sich Dingen hingibt, ohne sich über den letzten Erfolg sicher zu sein. Dazu gehört die Fähigkeit, Risiken eingehen zu können und sich aus der Bequemlichkeit herauszubegeben. Vor allen Dingen gehört dazu, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu haben.

Unter den genannten Dingen sind mindestens 17, die man sich selbst nicht zutraut. Oder eigentlich zutraut, aber irgendwie doch nicht macht. All diese Dinge, die “man eigentlich mal machen müsste”.

Es ist mir durchaus bewusst, dass Menschen, wie Jobs, Bill Gates oder der Typ der HP gegründet hat zu den Idealen der universitätslosen Erfolge gehören – und mehr als einer es nicht so weit geschafft hat. Aber irgendwie fragt man sich doch, wie etwas revolutionäres geschehen soll, wenn man permanent versucht sich zwischen der Bequemlichkeit und der eventuellen, persönlichen Erfüllung zu entscheiden.

Zum Abschluß möchte ich an dieser Stelle der potenziellen Präsidenschaftskandidaten Sarah Palin meine Bewunderung aussprechen. Sie habe sich nach vielem “Nachdenken und ernsthaften Gebeten” dazu entschieden, nicht zu kandidieren, sagte sie. Ich wünschte mir nur, sie hätte bei den vorigen Karriereentscheidungen bereits ein bisschen mehr Zeit dem Nachdenken und vielleicht auch dem ernsthaften Gebete gewidmet. Allerdings glaub ich auch, dass man mit solchen Aussagen in eigener Reflektion vorsichtig sein sollte.
Wie auch immer: Einzusehen, dass man für etwas völlig, wirklich völlig ungeeignet ist, dazu bedarf es ein gewisses Maß an Intelligenz. Das hätte ich ihr wahrlich nicht zugetraut.

 

Hier noch die Rede von Jobs. Er sagt einige, weise Dinge wie ich finde. Jeder mag sich dazu sein Urteil bilden:

Steve Jobs – Eine Rede vor den Absolventen in Stanford im Jahr 2005

 

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7 Antworten auf Die Entscheidung deines Lebens

  1. pondo sagt:

    Das dachte ich auch bei der Palin. :D Und ich wollte auch n ähnlichen Eintrag schreiben, aber das brauch ich ja erstmal nicht mehr. Vielleicht mach ich’s irgendwann später.
    Wenn man zu so Ikonen wie Jobs aufschaut, kann man relativ leicht dem Idealismus frönen, aber ja, was ist mit den vielen vielen Namenlosen, die’s nicht geschafft haben und stattdessen einen Stammplatz am Tresen ihrer Lieblingskneipe sicher haben. Wäre das eine schlechte Existenz? Alles nicht leicht zu beantworten.

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