Dannys Wort zum Spieltag (6)

Lied des Moments: William Fitzsimmons – So this is Goodbye (Dank an Corny)

Ja ich habe es vernachlässigt. Aber die schlimme, fiese, miese Bachelorarbeit ist nunmal sehr einnehmend und danach wollte ich variieren und nicht nur über Fußball schreiben. (heul, wein, Bier).

Nu aber willkommen zum heiß erwarteten Wort zum Spieltag:

Das große Thema des Spieltags ist wohl der “Dino”, der “unabsteigbare” HSV, der Verein der langfristig an der Vormachtstellung der Bayern rütteln kann. Viel dazu zu sagen bleibt überflüssig, da Oenning ja sowieso schon den Trainerstuhl verlassen musste. Ich stehe dieser Entscheidung zwiespältig gegenüber. Einerseits scheint Oennings Kompetenz in der Fachwelt durchaus anerkannt zu sein. Andererseits hat der HSV in den letzten 13 Pflichtspielen mit Oenning nicht gewinnen können.
Schlußendlich wirkte der HSV nicht wie eine Mannschaft. Der sang und klanglose Untergang gegen Gladbach war – nach steigender Form trotz Niederlagen – eine besorgniserregende Niederlage. Die gesamte Ausstrahlung der Mannschaft wirkt momentan nicht so, als hätte Oenning wirklich noch zu ihr durchdringen können. Daher sagt auch mein vielgerühmtes Bauchgefühl, dass es die richtige Entscheidung war. Ob 11 Trainer innerhalb von 10 Saisons jedoch nötig sind, ist fragwürdig.

Neben dem HSV ist sicherlich Leverkusen eine der großen Enttäuschungen des Spieltags. Eine Mannschaft mit diesen Ambitionen kann nicht mit 1:4 im eigenen Stadion gegen Köln verlieren (Kölns Bemühungen in allen Ehren). Die einzige für mich logische Erklärung hängt mit der Championsleague zusammen. Nach der achtbaren Leistung gegen Chelsea (in London) viel es der Werkself offensichtlich schwer sich für ein Heimspiel gegen den kleinen Bundesligisten zu motivieren.

Zu den Sorgenkindern gehört auch Mainz. Ihre Spiele, die gespickt sind mit Leidenschaft, sind nicht von Erfolg gekrönt. Dieses Jahr wird es nichts mit der Chance auf die europäische Teilnahme. Dazu fehlen ihnen einfach die zentralen Leistungsträger, die sie abgeben mussten, und die nicht adäquat ersetzt wurden. Die Niederlage gegen Kaiserslautern  war jedoch insofern zusätzlich bedenklich, da man den Eindruck hatte, dass die Lauterer den Sieg mehr wollten. Normalerweise ist genau das die Stärke der Mainzer. Die Mannschaft hat definitiv Potential, ist in der Breite aber nicht gut genug aufgestellt. Vielleicht kommt der Meister allerdings jetzt gerade richtig.

Damit kommen wir direkt zu den Überraschungen des Spieltags.
Trotz der großartigen Leistung tuen die Kölner gut daran tatsächlich weiter von “Spiel zu Spiel” zu denken, wie sie es immer gern herunterbeten. Die unerklärliche Tendenz in Köln sich gleich als Meisterschaftsaspiranten nach jedem Erfolg zu sehen, hindert die Mannschaft daran sich weiterzuentwickeln. Ich persönlich wünsche es Trainer Solbakken, dass er endlich einen Weg findet aus Köln eine Mannschaft zu formen, die Erfolgsaussichten hat.

Darüberhinaus freut es mich sehr, dass Werder wieder in die Spur findet. Das 1:1 in Nürnberg war wenig glorreich – trotzdem zeigt die Formkurve unweigerlich nach oben. Sollten sie weiterhin mit diesem Selbstverständnis in die Spiele gehen, gehören sie unweigerlich zu den aspiranten im Kampf um die internationalen Plätze. Ob sie die Breite im Kader besitzen, die sie dazu befähigt um die Championsleagueteilnahme zu spielen, wird sich zeigen.

Eine Mannschaft, die momentan wenige auf der Rechnung haben, ist Hoffenheim. Stanislawski macht dort eine hervorragende Arbeit und scheint aus einem Haufen aus enormem Talent endlich eine Gemeinschaft zu formen. Dass er selbst permanent unzufrieden mit den guten Leistungen der Mannschaft ist, deutet an, dass von diesem Verein noch in dieser Saison einiges zu erwarten ist.

Der Nachbar aus Stuttgart holt momentan alles aus der Mannschaft heraus. Zwar begeistern sie nicht mit erdrückendem Offensivfußball, doch anscheinend wurden die Ansprüche der Schwaben zurückgeschraubt. Ähnlich wie in Bremen, scheint das dem Verein und den Spielern sehr gut zu tun.

Natürlich erfreut es mich sehr, dass der große FC Bayern zu alter Form findet und ich muss zugeben selbst als Fan ist es überraschend für mich, dass die so loslegen. Ich bin mir sicher, dass viele Fans sich nach dem ersten und zweiten Spieltag stark verunsichert an die vergangene Saison erinnert haben. Es scheint zu funktionieren. Man darf gespannt sein, nachdem die ersten Härtetests  gegen Schalke und Villareal überstanden sind, wie der Rekordmeister sich gegen die anderen Kaliber, wie Leverkusen und Manchester City, schlägt.
(Sehr guter Artikel hierzu, danke Nolti: Klick mich )

Noch ein finales Wort zum Meister:
Dafür werden mich jetzt einige mit Sicherheit verhauen wollen, aber: Die Dreifachbelastung ist zu spüren. Nicht nur körperlich, sondern auch mental. Die Erwartungshalten ist nunmal jetzt eine andere. Dortmund wird merken, dass vor allem in der Bundesliga, nicht mehr alles spielerisch, sondern auch mit Kampf gelöst werden muss. Dazu gehört, dass man auch mal vor dem Fünfmeterraum den Abschluß sucht. Ich persönlich glaube, dass Dortmund auf jeden Fall eine wichtige Rolle in der Meisterschaftsfrage spielen wird, aus dem einfachen Grund, dass ihr Trainer hervorragend ist und sie wieder auf die richtige Spur bringt.

Nach dem Fußball noch folgende Schmankerl:

Fox News False Statements

Das Video zeigt die “Daily Show with John Stewart”, die wirklich sehr, sehr witzig ist. In diesem Video geht es um einige kleinere, Faux-pas-unwahrheiten, die in der amerikanischen Berichterstattung von Fox News auftauchen. Unglaublich. Und eigentlich gar nicht so wirklich witzig.

Bevor ich es vergesse. Doch noch einmal zum Fußball. Man kann mir da Befangenheit unterstellen, aber die Transparente gegen Neuer waren geschmacklos. Und lieber Horst Heldt. Bei allem Verständnis für Frust: Als Manager, dem ich normalerweise ein mindestmaß an Rückgrat zutraue, ist die einzig korrekte Reaktion solch ein Verhalten der Fans zu verurteilen und nicht zu unterstützen. Und erst recht nicht anzufachen. Dabei auch noch ein süffisantes Lächeln aufzusetzen ist mehr als fragwürdig.

Bis Danny.

(Hier noch eine weitere Meinung zu den Aussagen Christiano Ronaldos – auch ein bisschen politisch angehaucht: Klick mich )

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