Fairer Deal

np: Twiztid – Unstoppable

Musik ist ja sozusagen die Luft zum Atmen. Romantiker monieren an dieser Stelle möglicherweise, die Liebe sei es und nichts als die Liebe. Und die Liebe ist eine super Sache, doch was macht der arme Liebesbekümmerte, dessen Gefühle ihn zu zerbersten drohen und raus müssen? Er schaltet den Soundtrack seiner Geisteswelt ein. Musik ist allbegleitend, essentiell und: ehrlich.

Also. Wenn ich Bier getrunken habe oder trinke und alleine bin, höre ich zum Beispiel Musik. Ja, manchmal guck’ ich sogar ‘n Film und Saufen&Bukowski-Lesen macht mir auch Spaß, aber im Endeffekt lande ich immer bei der Musik, der Quintessenz, ob nun nach durchfeierter Nacht im gemeinschaftsraum in der Ecke zum Einschlafen, auf dem Nachhauseweg, vorm Computer, das ist total egal. Und dann kommt es manchmal zu unbequemen Situationen, in denen ich offenen Auges meine Umwelt vergesse und irgendwo in den Weiten akustischer Fantasiewelten festhänge und Glück, Geborgenheit und Zuversicht erfahre, sollte das Leben mir auch die Zähne ausschlagen oder sei einfach die Not gegeben, der Langeweile Leere Sinn zu verleihen. Und in diesen Situationen dann denke ich vergebens darüber nach, wie ich diesem Gefühl und diesen Gefühlen verbalisiert adäquat nachkommen kann und ich bin zu dem Schluss gekommen: Es geht einfach nicht. Schon Wittgenstein sagte irgendwann in der Zeit, als die Bolschewiki dem Zaren den Hintern versohlten: Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.

So überspringe ich den Part. Aber ich kann nicht verhindern, dass meine Gedanken weiterstreifen durch das Dickicht meiner Kindheit und Jugend und mein Leben auf Ecken abklopfen, derer ich mir selbst inzwischen sehr fremd bin. Dabei merke ich, Musik diente als Katalysator der guten Laune und vielmehr noch als Ausflucht all der subjektiven Scheiße, die ich auch bei jeglicher Irrationalität als solche empfand und in vielerlei Hinsichten immer noch empfinde.
Wenn Gott sich deshalb einst gedacht hat: ach, die Menschen, wenn die schon ihre geistige Wendigkeit und irdische Wahrnehmung dazu nutzen werden, sich so viel negativer emotionaler Scheiße auszusetzen, dann gebe ich ihnen zum Ausgleich halt noch die Musik!, … dann war das ein fairer Deal.

So shun me, world’s been dragging me down,
now I’m ugly, no beauty to be found.
Chuck me, somewhere deep in the underground,
bad blood, bad luck, bad sight, bad sound,
so shun me.

Tipp für heute: Opas alten Plattenteller hervorholen.

Dieser Beitrag wurde unter Ach, Leben!, Musika veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten auf Fairer Deal

  1. wayday sagt:

    http://buycialisoronlinerx.com
    mixing viagra and levitra cialis generic
    generic cialis online
    viagra floaters cialis pills cialis
    cialis

  2. flerert sagt:

    http://buyviagraonlineonrx.com
    viagra price comparison
    buy viagra
    how long does viagra stay in your system
    buy viagra online

  3. Uploalk sagt:

    http:// viagradrx.com
    viagra foods
    generic viagra online
    woman in viagra commercial kelly king
    viagra cheap

  4. dyboagma sagt:

    http:// viagradrx.com
    free viagra samples online
    cheap viagra
    viagra generic date
    generic viagra online

  5. Atrorse sagt:

    http:// viagradrx.com
    viagra funny
    generic viagra online
    do you need a prescription for viagra
    generic viagra online

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


− zwei = 4

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>