1, 2, Himmelfahrt(skommando)

Bei schönem Wetter bleibt nicht lange Zeit, bei schönem Wetter macht sich mancher lieber b(e)reit, aufzustehen, rauszugehen, das Leben zu genießen, die Blümchen hinter der Binde zu gießen. Ach frohlocket, ach seid selig, sonst bleibt vom Leben nicht viel übrig. (Nur ganz wenig.)

 
Tipp für heute: Mit ‘nem Vater einen saufen gehen, muss ja nicht eurer sein. (Und wenn’s Gott ist.)

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Erinnerungswerk

Seit Ewigkeiten habe ich mal wieder in meinen alten Blogs von vor fünf, sechs, sieben Jahren gekramt und alte Einträge gelesen, an die ich schon eine lange Zeit nicht mehr gedacht habe. Das führt unweigerlich zu der Überlegung, ob mein Leben in den Bahnen verläuft, die ich mir wünsche, und ich finde es erstaunlich, wie lange man manchmal für die einfachsten Einsichten braucht.

Das Leben funktioniert im Grunde nach den einfachsten Spielregeln. Ich zitiere:

“Wenn ich a tue, wird b geschehen. Wenn ich c unterbinde, wird d niemals eintreten. Dieses Spiel lässt sich das gesamte Alphabet hinauf- und hinunterspielen.”

x+y=z. Natürlich wird die Realität von viel mehr Summanden und dazu noch von nicht kalkulierbaren Faktoren wie Glück&Pech bedingt. Doch wenn man den Überblick behält, hat man gute Chancen, die Wahrscheinlichkeiten auf seine Seite zu ziehen. So, wie sich Lebensentwürfe konstituieren und manche Menschen ihre Lebensläufe optimieren, kann man dieses Prinzip freilich auch pervertieren, einseitig auf die Spitze treiben und andere wichtige Dinge vergessen. Aber wurde dann der Überblick gewahrt? Bis zu einem gewissen Grad lässt sich alles auf die einfache Bauernregel reduzieren: Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. In materieller und der so viel wichtigeren immateriellen Hinsicht.

Und wenn dann etwas geschieht, sollte man es festhalten, vor allem die turbulenten Zeiten. Wie entwickeln, wenn man nicht mehr weiß, woher man kommt, was geschah? Leben ist viel wert, man will gerne etwas erzählen können und freut sich eben, wenn man erzählen kann.

 
Tipp für heute: Mal wieder ein bisschen erinnern, ein bisschen über Vergangenes lächeln. Ein bisschen erzählen, ein bisschen (an)vertrauen.

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Eine Lektion in Homophobie, Religionsfreiheit und moralischer Flexibilität

Lied des Mormonts äh Moments: Tool – Sober

Ja ich schäm mich ja schon und das auch wohl zu recht. Zu lange geisterte ich nach Urlauben und sonstigen schwierigen, anstrengenden, kraftraubenden, rumliegenden, entspannenden, langweiligen, scheinheiligen Ereignissen über die Erde, um dann doch irgendwann wieder – endlich – einen kleinen Absatz zu schreiben. Noch ist dieser allerdings nicht erfüllt von einem Höchstmaß an Intellekt. Dazu sind die unten aufgeführten Videos auch einfach mit erstaunlich wenig intelligenten Individuen gespickt. (Moderator ausgenommen). Trotzdem sind sie mehr als sehenswert.
Die neue Umgebung, die neuen mathematischen Schikanen, anstehende Großereignisse, und die aufregenden neuen Zeiten werden mit Sicherheit irgendwo untergebracht. Nun aber erstmal zu meinen persönlichen Favoriten für die Wahl der unfähigsten Politiker der Geschichte. (Ja ich tendiere zur größenwahnsinnigen, übertriebenen Wortwahl.)

Man mag in meiner Themenauswahl eine gewisse Vorbelastung erkennen. Aber jüngste Entwicklungen in der allseits beliebten amerikanischen Weltpolitik sind einfach zu lustig – und zugleich traurig – um sie euch vorzuenthalten.

“Homosexuals are about short-lived relationships and frequent anonymous sexual encounters. This is very common in the homosexual community.” Das ist also eine plausible und stichhaltige Ausarbeitung zuverlässiger Daten?

Homophobie

“What this would mean for the spiritual health of America if a worshipper of a false god [ Mormone, Anm. d. Red.] occupied the whitehouse!”

Mormonophobie (?)

Wie immer gilt: Alles was man sieht sei mit Vorsicht und Zusammenhangslosigkeit zu genießen. Trotzdem finde ich es erstaunlich, dass man bei einer derartig dreisten Flexibilität der Ansichten, sich öffentlich so überzeugt und selbstsicher präsentieren kann. Das verlangt einiges an schauspielerischer Qualität. Und Vertrauen in das Kurzzeitgedächnis der Wähler.

Ergänzung für Interessierte:

Ein Artikel in dem sich der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney gegen Teile der chinesischen Politik ausspricht: “Our country must play a strong role in urging reform in China and supporting those fighting for the freedoms we enjoy,” sagt Romney.

Artikel 1 hier

Ein Artikel über eine Firma, die mit Hilfe des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney gegründet wurde, und nun die chinesische Regierung dabei unterstützt flächendeckend die Videoüberwachung in China einzuführen.

Artikel 2 hier

 

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Die Ruhe vor dem Sturm

–STILLE–

Brennend heißes, leicht schwüles Wetter, keine Wolke vor der Nachmittagssonne. Um beim Ballspiel zu lachen, sind die Kinder zu nervös. Blickt man zum Einzelhandel, sieht man ein paar letzte Erwachsene Kartoffelsäcke zum Bunker schleppen, die Vögel sitzen stumm auf den Dachrinnen und machen große Augen. Nur noch ein leiser Wind, die Strohballen tanzen vergessen auf der Straße. Großeltern liegen in ihren Betten, die Hände friedlich überm Bauch gefaltet, um Kraft zu tanken in der Hoffnung, ein letztes Mal auf dem Vulkan mitzutanzen. Selbst für die Punks ist die Lage zu ernst zum Trinken. Ein gespanntes Zittern durchläuft die Leiber von Groß und Klein. Trockene Münder. Ängstliche Augen. Erwartungsvolles Verkrampfen der Gliedmaßen. Noch ist Tote Hose.
Morgen die Explosion.
Ob das die Welt überlebt?

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Musik, die Leben rettet (6)

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Prokrastination in allen Ehren

np: Insane Clown Posse – Fly Away

Skies of blue become black with stars
Lightning bugs kept within jars
Sand moves slowly through the hour glass
Wings spread, we can all fly at last.

Ich gebe zu, wir haben uns exzessiv vergnügt. Ich könnte all die schmutzigen Details aufzählen, die unseren Rahmen trugen, das schelmische Spiel, das uns umtrieb. Doch ich will nicht und gebe auch zu, ich habe die Lust verloren.

Ich weiß noch, es war ein heißer Sommerabend einst am 3. August 1982 und ein wunderschöner Sternenhimmel am Firmament zu sehen. Ich saß nur leicht bekleidet an meinem Schreibtisch unter dem offenen Fenster, sah hinauf und in der Ferne sie entlangschlendern; und ich weiß noch genau, welche Sehnsucht sie in mir erweckte. Ich wollte hinaus und blieb aber sitzen, ich eilte im Geist, doch wollte, oder konnte, nicht schwitzen. Ich glaube, das war der Abend, an dem unsere Affäre begann. Du warst da und hattest auch nichts Besseres zu tun, und so landete ich also in deinen Armen. Wir hatten gute und schlechte Tage, manchmal haben wir uns echt verkracht und ich war tierisch sauer auf dich und, letztlich, vor allem auf mich. Aber ich kam immer wieder zu dir zurück. Du warst mir ja auch so vertraut.

Aber jetzt, neulich, nach all der langen Zeit, saß ich wieder unterm Fenster an meinem Schreibtisch, kaute auf meinem Füllfederhalter und starrte zur Sternendecke empor. Vielleicht entsinnst du dich, du warst auch zugegen. Da habe ich sie wieder erblickt, in der Ferne, und dieses Mal wollte ich ihr nah sein, die Chance nicht verstreichen lassen. Die Uhr tickte. Dann sprang ich auf, stieß den Stuhl und rannte hinaus; du sahst mich nie wieder.

Ein wenig Zeit ist seitdem ja nun vergangen. Jetzt schaue ich immer noch oft gedankenversunken aus dem Fenster, aber nicht mehr mit demselben alten, schuldbeladenen Gefühl im Bauch. Dabei frage ich mich, ob du, liebe Prokrastination, sauer auf mich bist, dich vielleicht einsam fühlst. Ich hoffe in solchen Momenten dann, dass du Verständnis für mich hast; ich habe das Leben mit dir einfach nicht ertragen. Drum sieh’s mir nach, vielleicht komm’ ich irgendwann mal wieder zu Besuch vorbei. Aber dann werde ich nicht lange bleiben. Das Leben ist zu schön.

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vergiftet

np: Samsas Traum – Das ist Liebe

Hm. Dem aufmerksamen Leser mag aufgefallen sein, dass es seit geraumer Zeit kein Update mehr gegeben hat. Wem es aufgefallen ist – gut so! Wem nicht, nun, dem ist derzeit wohl auch kein Vorwurf zu machen.

Ein bekannter Autor, dessen Name mir justament nicht einzufallen vermag, sagte einmal, er fühle sich vergiftet, sobald er zwei Tage nichts geschrieben habe. Vergiftet, das trifft es gerade recht gut, meine ich. Zunächst einmal kann ich dieses Grundgefühl beim Schweigen, dieses Unausgefülltsein, dieses Leiden des Nichtentfaltens, dieses Vergiftetsein gut nachvollziehen. Vergiftet kann der Mensch darüber hinaus auch in überaus positiver Weise sein, habe ich festgestellt, doch das tut hier in diesem Rahmen vielleicht nichts zur Sache. Der Blog wiederum war vergiftet mit Schadsoftware, die erst einmal beseitigt werden wollte, ehe die besuchende Person einer dräuenden Gefahr ausgesetzt sein sollte.
Dazu sei mal als kleine technische Info gegeben: Gefunden haben wir in diesem Blog nichts, es ist also von uns nichts verändert worden, weder zum Guten noch zum Schlechten. ABERkadabrer zeigen mittlerweile Virenscanner, die ehemals eine Infektion zu finden glaubten, an, die Seite sei clean und frei von jedweder Art der Malware. ZoneAlarm, urlvoid.com, onlinelinkscanner.com, AVG Online Virus Scanner, AVG Online Link Scanner und so weiter und so fort, sie alle geben uns den Freifahrtschein, so wollen wir also auch wieder von ihm Gebrauch machen. Falls eine/r von euch allerdings irgendeine Warnung erhält, teilt sie mir (via Kommentarfunktion) bitte mit! Aber Quintessenz sollte sein: Der Besuch unseres Blogs sollte ungefährlich sein. Hurra!
Na und die Gesellschaft, die ist doch freilich auch vergiftet, wenn sie es zulässt, dass solche Mütter sich noch dafür selbst auf die Schulter klopfen, ihre eigenen Kinder in den Magersuchtswahn zu treiben und das auch noch von vielen Menschen beglückwünscht wird, und so immer neue Knallchargen produziert.

Egal, das Leben hatte uns in letzter Zeit jedenfalls fest im Griff, doch gibt es viel zu erzählen, viele Loblieder zu singen und es gibt viel zu meckern vom hohen Ross, auf dem du und ich doch so gerne reiten, und das jetzt auch wieder mehrmals in der Woche. Mal sehen, wann wir herunterfallen!

 
Tipp für heute: Leben.

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Scheißtage

np: Betontod – Nichts

Die Vernetzung unserer Häuser ließ uns Einsamkeit erfahren,
Menschen fürchten Menschen, überall lauern Gefahren.

Oh!, die Tickets sind ausverkauft, ah!, die Note ist versemmelt, ih!, das Geld wird knapp, und schon kann es ein weiterer Scheißtag sein, der dich durch die Zeiten quält. Na, wie gehst du damit um?
Heute gab es wieder diesen Moment: Erst kam die Betäubung, dann ging die Hoffnung Borderline und schließlich ein starker Wunsch durch Straßen undurchdringbarer Dunkelheit. So weit, so schlecht; die Gefahr schlägt sich allerdings erst darin nieder, wenn die verfärbten Gedanken, die diesen Wunsch durch das düstere Labyrinth von Trauer, Wut und Melancholie tragen, die anderen, unverbrauchten Gedanken kontaminieren und somit dein Leben vollkotzen. Und kann man’s jemandem verübeln, dann scheiße drauf zu sein? Da bin ich mir nicht so sicher. Ist die Seele erst einmal vollgekotzt, muss die Reinigung vonstatten gehen. Leicht haben’s da diejenigen, die das Putzzeug in sich griffbereit stehen haben.
Denn ich glaube, eines muss man akzeptieren: Die Gedanken, auch die beschissenen, sind Teile von dir und der Körper dein Zuhause. Wie so oft zählen keine Veräußerlichkeiten – dein Auto kann kaputtgehen und dein beschissener Flachbildfernseher niemals die Realität widerspiegeln, dein Job währt nicht ewig und das Geld wird keine Charakterlosigkeit aufwiegen. Alles, was zählt, bist du. Es ist die immer wiederkehrende Frage, was überhaupt passieren soll, wenn man bei sich ist. Nach schönen Zeiten sehnt sich ein jeder Mensch! Das große Glück wird uns deshalb schnell versprochen, doch lange warten wir darauf. Doch was niemand gern verraten mag, ist, dass das große Glück dem kleinen innewohnt; lässt sich eine banale Erkenntnis doch nur schlecht kommerzialisieren, lässt sich’s medienträchtig doch nur schlecht pauschal verbalisieren. Wem willst du vertrauen?
Wenn du’s dir in dir nicht schön einrichtest, deine inneren Räumlichkeiten bloß auf einem lockeren Lehmgemisch aus Angst und Misstrauen fußen, läuft dein Leben auch Gefahr, einzustürzen. Das ist wohl so. Aber eins ist klar, das eigene Einrichten kann dir niemand abnehmen und es nützt demher nichts, die anderen anzuklagen. Sind die Umstände auch beschissen und seist du auch gottlob an der Reihe, dass dir was Gutes widerfährt, eins bleibt immer gültig: Die neue Zeit? Beginnt immer jetzt. Immer jetzt.

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Brasilien – Entdecken Sie ein neues Lebensgefühl

Lied des Urlaubs: Criolo – Não Existe Amor em SP

Lied des Moments: Charlie Brown Jr. – Só os loucos sabem

Ja als Schmalspurgranate nimmt man vieles auf sich. Man offenbart seine bahnbrechenden Erkenntnisse der breiten Öffentlichkeit. Man präsentiert seine ersten Gehversuche auf anderen Ebenen. Und dann nimmt man auch mal etwas für die Leserschaft, die zwischen 7 und etwa 7,000 liegt, auf sich und reist in ferne Länder – vollkommen uneigennützig versteht sich.

Diesen Januar: Brasilien.

Bevor ich in das Flugzeug stieg, sah ich die Überschrift auf einem RIESIGEN Plakat am Frankfurter Flughafen mit dem RIESIGEN Rio-Jesus darunter. War schon ein komischer Zufall. In dem Moment dachte ich mir: “Alles klar. Dann entdecke ich mal.” Und wurde fündig.

So einer hier.

 

Nachdem ich also nach einer genüsslichen Reisezeit von 16 Stunden und 35 Minuten in dem “Sommer” Brasiliens ankam, wurde ich direkt von freundlichen Freunden (André und Andrés Papa) abgeholt, die mir versicherten, dass die letzten Tage nur von 35° geprägt waren und ich den Regen mitgebracht hätte. Es stellte sich im Nachhinein als wahr heraus. Und war mir völlig egal. Jedes Mal, wenn ich das sage wunder ich mich über mich selbst, aber das Wetter war wahnsinnig weit unten auf der Skala der wertvollen Dinge, die einen Urlaub wirklich Erinnerungswert machen.

Osmar and the beach

Osmar and the beach

Bolovo time

 

 

 

 

 

 

 

All you can eat mit viel Fleisch

Verhungern ist unmöglich. Ich wurde in meinem Leben noch nie so durchgefüttert. Hier habe ich auch den ersten leckeren Caipirinha meines Lebens entdeckt. Verrückt sowas. In diesem Zusammenhang sollte erwähnt werden, dass ein “Nein danke” in Brasilien wahnsinnig schwierig durchzusetzen ist. Es scheint ebenfalls schwierig zu sein – und gesellschaftlich nicht anerkannt – vor Sonnenaufgang ins Bett zu gehen.

Guaruja bei Nacht.

Ein besonderer Stolperstein liebe Reisende ist allerdings die in Brasilien gängige Sprache (portugiesisch). Lieblich klingende Worte wie Pferd, ein merkwürdiger Baum und das Herz der Palme, haben in 83% aller Fälle eine doppelte Bedeutung oder einen bemerkenswert ähnlichen klang wie – sagen wir mal – schweinische Ausdrücke. Meistens hat es mit Geschlechtsteilen, der äußerlichen Bewertung von Frauen in Kombination mit einer äußerst zufriedenen Kopfbewegung oder dem Liebesspiel an sich zu tun.

Alles in allem ist es schwierig, selbst für einen herausragenden möchtegern-Blogger, alles in Worte zu fassen. Deswegen lassen wir auch hin und wieder einfach Bilder sprechen. Doch ein Fazit muss sein:

Es war unglaublich mit welch anstrengender Großzügigkeit ich konfrontiert wurde. Viele Menschen sind unfassbar nett und interessiert und man fühlt sich relativ schnell intergriert, sofern man die nötigen erfundenen portugiesischen Wörter auf Lager hat und natürlich sofern man die erwünschten mehr als lustigen sprachlichen Fehltritte immer und immer wiederholen kann.

Viele Dinge sind schon sehr anders. Viele sind sehr ähnlich. Viele sind angenehm, viele anstrengend. Vieles ist schön, einiges erschreckend, einiges auch ein bisschen gruselig. Im Grunde genommen ist es jedoch immer so, wenn man reist. Und eigentlich ist eine Reise immer eine richtige Entscheidung. Brasilien in meinen Augen auf jeden Fall. Warum muss letztlich, wie immer, jeder für sich selbst herausfinden. Aber sofern man eine andere gesellschaftliche Einstellung sucht, die trotz einiger Problematik im eigenen Land irgendwie wahnsinnig zufrieden wirkt, die ständig glücklich zu sein scheint und der Feierei nicht abgeneigt – zumindest zu Urlaubszeiten – dann sollte man sich schon mal überlegen, ob man sich in diese Gefilden der südlichen Hemisphäre begibt.

Alles in allem war die Reise irgendwie einfach. Die Erfahrung beinhaltete, dass das einfache Miteinandersein genügte, um eine gute Zeit zu haben. In sofern war es nahezu unwichtig, was genau man jetzt unternehmen musste oder ob man tatsächlich alle Facetten Brasiliens in einem wahnsinns Tourismusrausch innerhalb von 3 Wochen ergründen musste. Es sind die einfachen Dinge, wie etwa um halb 7 morgens ins Bett gehen, um dann um halb 6 nachmittags aufzustehen, um halb 9 abends zu Frühstücken und um 2 Uhr nachts Mittag zu essen, die einen Urlaub so richtig erwähnenswert machen. Oder sich einfach mal um halb 8 rum – relativ berauscht – den Sonnenaufgang über dem Meer anzugucken. Im Anschluß einander ins Meer ballern und den ein oder anderen Sumokampf im Wasser auszutragen. Da ist es dann auch einfach mal unwichtig, dass die Wolken die Sonne verdecken.

Status und all solche Dinge haben überall auf der Welt gesellschaftsübergreifend eine gewisse Stellung. Mit den Menschen, die ich kennenlernen durfte, waren solche Faktoren weitestgehend unwichtig. Einfach mal in den Tag hinein leben, einfach mal an nichts denken, einfach mal – ganz kurz – die Probleme der Welt hinter sich lassen. Großzügig sein, lachen und dann auch noch sich ‘ne wahnsinns Landschaft in Strandnähe angucken. Ich werde es an dieser Stelle vermeiden zu sagen “schade, dass es nicht immer so einfach sein kann”. Ich habe so das Gefühl, dass man es sich auch gern mal einfach sehr viel schwerer macht als es sein müsste. Dass man wahnsinnig unwichtige Dinge in seinem Kopf ins unermessliche steigert nur, um sich letztendlich nie wieder daran zu erinnern. Vielleicht ist das so eine Erkenntnis, die eine Auslandserfahrung mit sich bringt und eventuell auch eine persönliche Veränderung bewirken kann.

Hierzu sollte ich nochmal erwähnen, dass ich zum Glück meine Zeit in Sao Paulo und Umgebung in sicherer Obhut verbringen durfte und sehr viel Unterstützung hatte. Vielen, vielen Dank an alle Beteiligten hierfür. Allerdings ist das Land riesengroß. Für den Rest muss ich nun wohl oder übel nochmal hin.

German sad-face.

 

Freunde.

 

Fiese, miese Eule

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Technische Probleme

Tja, kurze Statusmeldung: Is’ gerade alles nicht geil intern, ein Fehler muss gefunden werden, denn irgendetwas ist verseucht. Dem Besucher droht wohl hoffentlich gerade keine Gefahr, dennoch ist ein angegriffener Server eine ärgerliche Sache. Später mehr.

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